Luther – Pop-Oratorium 2017

Luther: Das Projekt der tausend Stimmen

2017 auf Deutschland-Tournee in Berlin, Düsseldorf, Halle (Westf.), Hamburg, Hannover, Mannheim, München und Stuttgart

Andreas Wolfram in Luther - Pop-Oratorium 2017 auf Tournee in Deutschland, Foto Stephan Drewianka

Andreas Wolfram in Luther – Pop-Oratorium 2017 auf Tournee in Deutschland, Foto Stephan Drewianka

Ein Mensch mit Ängsten, Zweifeln, Gewissenskonflikten, aber festen Überzeugungen. Ein Theologieprofessor, Ablassgegner, Bibelübersetzer und gleichzeitig aus der Kirche Ausgestoßener. All das war der Augustinermönch Martin Luther (* 1483 / † 1546) und zugleich die zentrale Figur der Reformation. Im Jahr 2017 jährt sich am 31. Oktober zum 500. Mal Luthers sogenannter Thesenanschlag. Er gilt als Beginn der Reformation, die Mitteleuropa grundlegend veränderte und sich in vielen Bereichen der Gesellschaft bis heute auswirkt.

Anlässlich dieses Jubiläums hat die Stiftung Creative Kirche aus Witten das „Pop-Oratorium Luther – das Projekt der tausend Stimmen“ angestoßen. Ein Werk aus der Feder Dieter Falk (Komponist, Produzent und bekannt als Juror aus „Popstars“) sowie Michael Kunze (Librettist). Es wird 2017 in Kooperation mit der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD), den Evangelischen Landeskirchen und weiteren Partnern in zahlreichen Metropolen, darunter Berlin, Düsseldorf, Halle (Westf.), Hamburg, Hannover, Mannheim, München und Stuttgart, aufgeführt.

Spektakuläre Veranstaltungen – Uraufführung 2016 in Dortmund

16.000 Zuschauer bei Luther in der Dortmunder Westfalenhalle

Die Veranstaltungen sind – ganz unabhängig vom aktuellen Thema – schon allein wegen ihres spektakulären Formats sehens- und hörenswert: Ein Chor mit bis zu 3.000 Sängerinnen und Sängernn, ein 40-köpfiges Symphonieorchester, eine Rockband, zwölf Musicalstars und rund 100 zum Teil ehrenamtliche Mitarbeiter hinter den Kulissen sorgen beim Zuschauer für anhaltendes Gänsehautfeeling und ein Musikerlebnis mit Nachklang. Die Uraufführung im Oktober 2015 vor rund 16.000 Zuschauern in der Dortmunder Westfalenhalle erzeugte ein dementsprechendes Presse-Echo: „Das Musical erteilt keine Geschichtslektion – es rockt die Halle“, schrieb zum Beispiel die Deutsche Presseagentur. Die Ruhr-Nachrichten aus Dortmund sahen, wie „das Publikum tobte, raste, klatschte, den imposanten Luther feierte.“ Und die Westdeutsche Allgemeine Zeitung aus Essen urteilte: „Leidenschaft in jeder Sekunde, jedem Takt und jedem Ton ist zu sehen, zu hören und zu spüren.“

Deutschlandweite Aufführungen mit bis zu 3000 Sängern

Um das gewaltige Werk deutschlandweit auf die Bühnen zu bringen, ist eine besondere Systematik notwendig: An jedem Aufführungsort werden bis zu 3.000 Sänger aus der Stadt/Region gesucht, die den jeweiligen Projektchor bilden. Sie rekrutieren sich meist aus lokalen Kirchenchören, Freizeit-Ensembles oder auch Einzelsängern, die einmal bei einer solchen Veranstaltung dabei sein wollen. In den Monaten bis zur jeweiligen Aufführung proben sie sowohl in Kleingruppen als auch in größerer Besetzung bei sogenannten Regionalproben, bis die Hauptprobe und danach die Generalprobe folgt.

Sänger aus der jeweiligen Stadt des Veranstaltungsortes

Dr. Margot Käßmann und Dr. Eckhart von Hirschhausen als Schirmherren

Luther – Pop-Oratorium 2017 auf Tournee in Deutschland, Foto Stephan Drewianka

Luther – Pop-Oratorium 2017 auf Tournee in Deutschland, Foto Stephan Drewianka

Das Besondere an diesem Format: Jeder Aufführungschor kommt aus der jeweiligen Stadt/Region und jeder, der gern singt, kann sich beteiligen: Auch Menschen ohne Chor- oder Kirchenzugehörigkeit sind herzlich zum Mitsingen eingeladen. Denn die Sängerinnen und Sänger stehen bei den Aufführungen im Mittelpunkt. „Wir wollen vielen Menschen die Gelegenheit geben, zu singen und bei großartigen Auftritten bleibende Eindrücke mitzunehmen“, erläutert Ralf Rathmann, Vorstand der Stiftung Creative Kirche, das Konzept. Dr. Margot Käßmann, Botschafterin des Rates der EKD für das Reformationsjubiläum 2017 und Schirmherrin des Pop-Oratoriums, hebt die Chancen des Stücks hervor: „Eine zentrale Aussage der Reformation lautet: Der Mensch darf und soll frei denken – gerade auch in Glaubens- und Gewissenfragen. In dieses Thema und in die Geschichte der Reformation nimmt das Pop-Oratorium Luther die Zuhörer auf einzigartige Weise tief mit hinein“. Und Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, EKD-Ratsvorsitzender, betont: „Ich freue mich riesig auf das Pop-Oratorium. Ich finde es toll, dass auf diese Weise das, was Luther wichtig war, nicht nur in den Kopf, sondern auch ins Herz kommt.“ Dr. Eckhart von Hirschhausen, Arzt, Moderator und ebenfalls Schirmherr des Pop-Oratoriums, empfiehlt sogar: „Das Herz hüpft auf dem Zwerchfell Trampolin wenn wir singen und lachen. Und gleichzeitig verbindet es sich mit anderen Herzen. Wunderbar! Singen, lachen, tanzen Sie bei Luther mit! Und stecken Sie sich an, mit der gesündesten Infektion: Freude!“

Die Handlung des Pop-Oratoriums Luther

Luthers Kampf gegen Obrigkeit und Kirche – „Selber Denken!“

Luther – Pop-Oratorium 2017 auf Tournee in Deutschland, Foto Stephan Drewianka

Luther – Pop-Oratorium 2017 auf Tournee in Deutschland, Foto Stephan Drewianka

Im Mittelpunkt steht Martin Luther, der 1521 vor dem Reichstag von Worms aufgefordert ist, seine kirchenkritischen Aussagen zu widerrufen. Mit Rückblenden und Ausblicken rund um das dortige Geschehen erzählt das Pop- Oratorium von seinem Ringen um die biblische Wahrheit und von seinem Kampf gegen Obrigkeit und Kirche – eine spannende Geschichte um Politik und Religion. Und ein außergewöhnlicher Zugang zu einer hochaktuellen Frage: Wie konnte Luthers Aufforderung zum „Selber denken“ umfangreiche Veränderungen in der Gesellschaft, in Ehe und Familie, in Bildung, Wissenschaft, Kunst und Musik auslösen? Das kann auch heute noch Grundlage für Diskussionen sein.
© Pressetext Luther-Oratorium; Fotos: Stephan Drewianka

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